Dr. theol. Stephan Friedrich Evertsbusch

Stephan Friedrich Evertsbusch wurde am 12.1.1813 in Barmen geboren. Nach dem Studium in Bonn war er Pfarrer in Halver (1839-45) und Altena (1845-52). Am 20.1.1840 ehelichte er Auguste Bleckmann aus Ronsdorf. Im Revolutionsjahr 1848 spielte Evertsbusch auch eine Rolle in der Politik. Er wurde zum Abgeordneten des Wahlkreises Altena-Olpe gewählt, den er in der Frankfurter Nationalversammlung vertrat. 1852 wurde er, für ihn selbst überraschend, in Lüdenscheid zum Pfarrer gewählt. Zwei Jahre später, 1854, wählte ihn die Gemeinde Lennep zum Nachfolger des Pfarrers Johann Heinrich Wiesmann. „Daß er auch für die in Lennep besonders rege, praktische Liebestätigkeit mit vollster Hingabe eintrat, versteht sich von selbst. Dem Evangelischen Frauenverein wurde er der langjährige Schriftführer und Berater, das Waisenhaus und andere christliche Einrichtungen bzw. Vereine fanden den warmen Freund und Förderer. Auch der höheren Töchterschule und der höheren Bürgerschule (jetzt Röntgen-Oberschule), an welchen Anstalten er in früheren Jahren selbst zeitweise unterrichtete, widmete der lange Zeit seine rege Teilnahme und Mitwirkung.“ Die Synode wählte ihn 1876 zum Superintendenten. Im selben Jahr wurde er zum Präses der Provinzialsynode gewählt. Neben verschiedenen Veröffentlichungen aus seiner Hand verfasste er mit seinem Kollegen Georg Hentzen den „Lenneper Katechismus“. 1883 verlieh ihm die theologische Fakultät Bonn den Doktortitel. Evertsbusch, bis zuletzt tätig, starb am 18.2.1888 im Alter von 75 Jahren.

Quellen: Wolfgang Motte, Evangelisch im Bergischen Land; Gemeindebuch der Gemeinde Lennep